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Reifenverordnung

Das neue EU-Reifenlabel

Das am Produkt angebrachte Energielabel zeigt die Klassifizierung des jeweiligen Reifens im Hinblick auf Kraftstoffverbrauch, Nasshaftung und Geräuscheklassifizierung. Die europaweit einheitliche Kennzeichnungspflicht gilt für alle nach dem 30. Juni 2012 produzierten Reifen.

Das Reifenlabel ist ein weiterer Teil des 2008 von der EU-Kommissionen vorgeschlagenen Aktionsplans für Energieeffizienz, der den Energieverbrauch bis 2020 durch Verbesserung der Energieleistung von Gebäuden, Produkten und Dienstleistungen um 20% reduzieren soll.

Geltungsbereich

  • PKW-Reifen 
  • LKW-Reifen 
  • Transporterreifen

Das Label gilt nicht für

  • Motorradreifen 
  • Runderneuerte Reifen 
  • Rennreifen (Reifen ohne Straßenzulassung) 
  • T-Notradreifen

    Oldtimerreifen, die ausschließlich für Fahrzeuge verwendet werden, die vor dem 1. Oktober 1990 zugelassen wurden 

  • Geländereifen für den gewerblichen Einsatz 
  • Reifen mit einer zulässigen Geschwindigkeit von weniger als 80 km/h 
  • Reifen für Felgen mit einem Nenndurchmesser unter 254 mm (10'') oder mehr als 635 mm (25'') 
  • Reifen mit Zusatzvorrichtungen zur Verbesserung der Traktion, z.B. Spikereifen

Bewertungskriterien des EU-Reifenlabels

Das Reifen-Etikett besteht aus drei Feldern:

Kraftstoffeffizienz

Das Symbol mit der Zapfsäule steht für den Rollwiderstand des Reifens. Je geringer der Rollwiderstand ist, umso weniger Energie (CO2) wird verbraucht und desto geringer ist der Kraftstoffverbrauch. Die Einteilung erfolgt von Klasse A (grün und damit höchste Kraftstoffeffizienz) bis Klasse G (rot und damit geringste Kraftstoffeffizienz), wobei D nicht belegt ist. Die Kraftstoffersparnis beträgt ca. 0,1 Liter auf 100 km bei Verbesserung um eine Klasse. Zwischen Klasse A und Klasse G ist daher bei einer Komplettausstattung mit dem entsprechenden Reifen der Klasse A eine Verbrauchsminderung von bis zu 7,5 % 1 möglich. Diese kann bei Nutzfahrzeugen sogar höher liegen.

Nasshaftung

Das Symbol mit der Regenwolke steht für die Nasshaftung, die entscheidend für die Fahrsicherheit ist. Reifen mit ausgezeichneter Nasshaftung verkürzen den Bremsweg enorm. Die Einteilung der Leistung erfolgt in die Klassen A (höchste Leistung, kürzester Bremsweg) bis G (geringste Sicherheit, längster Bremsweg), wobei D und G nicht belegt werden. Hierbei wird der Bremsweg bei Nässe bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h als Grundlage verwendet. Zwischen jeder Klasse liegen 3-6 m Unterschied im Bremsweg. Im Falle einer Vollbremsung und Komplettausstattung mit Reifen der Klasse A kann sich im Gegensatz zu Reifen der Klasse F der Bremsweg um 30% verkürzen. Bei der zugrunde gelegten Geschwindigkeit kann der Bremsweg bei einem "normalen" PKW daher um 18m kürzer sein2.

Externes Rollgeräusch

Das Symbol mit dem Lautsprecher zeigt das externe Rollgeräusch in Dezibel (dB) an. Der Messwert gibt die Lautstärke des Vorbeifahrgeräusches an. Je mehr "Schallwellen" angezeigt werden, umso lauter ist das Außengeräusch des Reifens.
Drei schwarze Balken bedeuten, dass das externe Rollgeräusch des Reifens den bis 2016 geltenden EU-Grenzwerten entspricht und kennzeichnen damit die schlechteste Leistung.
Zwei schwarze Balken geben an, dass das externe Rollgeräusch des Reifens den ab 2016 geltenden EU-Grenzwerten entspricht oder um bis zu 3 dB darunter liegt.
Ein schwarzer Balken gibt an, dass das externe Rollgeräusch des Reifens die ab 2016 geltenden EU-Grenzwerte um mehr als 3 dB unterschreitet.

EU-Reifenlabel – anschaulich erklärt

Die tatsächliche Kraftstoffeinsparung und die Verkehrssicherheit hängen in hohem Maße aber von der eigenen Fahrweise ab:

Ein umweltschonendes Fahrverhalten kann den Kraftstoffverbrauch deutlich reduzieren. Ein richtiger Reifendruck trägt zur Verbesserung der Nasshaftung und Energieeffizienz bei. Daher sollte dieser regelmäßig überprüft werden. Auf entsprechenden Sicherheitsabstand und damit ausreichenden Bremsweg sollte stets geachtet werden.

Das EU-Reifenlabel, sowie die Reifentests der Automobil- und Verbraucherfachzeitschriften ermöglichen dem Verbraucher, sich bereits vor dem Reifenkauf umfassend zu informieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite der EU: ec.europa.eu/energy/efficiency/tyres/labelling_de.htm

1 Wenn nach den in der Verordnung 1222/2009/EG festgelegten Versuchsverfahren getestet wurde.
2 Auf einer durchschnittlich griffigen Fahrbahn. 

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