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Urlaubs-Tipps - Teil1

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Alles rund um Reifen.

Machen Sie Ihr Auto urlaubsreif!
Auch ein Auto muss „urlaubsreif“ sein
Werkstatt trimmt Auto mit Fitnesscheck auf Bestform – Manches muss man dem Fachmann überlassen

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Die wohlverdienten Ferien verbringt die Familie am liebsten in der Sonne, den Bergen oder am Meer. Allerdings trennt die vom Alltag Gestressten oft noch eine stundenlange Autofahrt vom ersehnten Urlaubsziel und „nirgends strapaziert sich der Mensch mehr als bei der Jagd nach Erholung“ (Laurence Sterne).

Dabei ist es überhaupt nicht schwer voller Elan und ausgeruht die Reise mit Kind und Kegel anzutreten, wenn man nur einige Tipps beherzigt.

Schon ein paar Wochen vor Abfahrt gibt es was zu tun: Überprüfen Sie alle wichtigen Dokumente, wie Personalausweis und Reisepass auf Gültigkeit. Die Erneuerung dauert in der Regel länger als einen Monat. Außerdem sollten Sie sich jetzt spätestens um die Unterbringung Ihres Vierbeiners kümmern, da viele Tierpensionen in den Sommermonaten ausgebucht sind. Am wichtigsten ist jedoch, das Auto fit für den Urlaub zu machen, denn nur dann kommen Sie sicher und stressfrei ans Ziel. Dazu genügt zunächst der Blick ins Serviceheft oder auf die Serviceanzeige im Auto. Dort steht, wann die nächste Inspektion oder ein Ölwechsel fällig werden.

Muss das Fahrzeug nicht zwingend in die Werkstatt, empfiehlt es sich dennoch einen Technik-Check durch das Fachpersonal durchführen zu lassen. Geeignete Werkstätten finden Sie zum Beispiel unter: www.atu.de. Schließlich lautet das Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.

Aber auch auf Sie kommt Arbeit zu, denn vieles können Sie selbst überprüfen. Wichtig ist die Begutachtung der Reifen, Bremsen und Beleuchtungsanlage. Eigentlich sollte der Luftdruck ganz selbstverständlich alle 14 Tage an der Tankstelle überprüft werden. Zu niedriger Luftdruck kann den Reifen nachhaltig schädigen und trägt zu höherem Kraftstoffverbrauch bei. Bis zu 0,2 Bar über dem vom Autohersteller angegebenen Richtwert können in den Reifen gefüllt werden. Viel mehr würde jedoch den Fahrkomfort stören und letztlich auch wieder die Sicherheit gefährden. Daneben sollten Sie immer die Profiltiefe der Reifen im Blick haben. Spätestens bei einer Restprofiltiefe von nur zwei Millimetern sollte ein neuer Satz Sommerreifen gekauft werden. Während der Fachmann einen Profiltiefenmesser benutzt, reicht Ihnen eine Euromünze.

Lieber vorbeugen als stehenbleiben
Werkstattbesuch während der Reise verhagelt Urlaubsspaß – Die Werkstatt-Profis denken an alles

motorraum-pruefung Schlau ist, wer vorsorgt und nicht das Risiko eingeht, mit dem Fahrzeug unterwegs liegenzubleiben. Je älter das Auto, desto mehr Vorsicht.

Reifen altern übrigens auch. Nach etwa acht Jahren taugen sie für einen weiteren Urlaubseinsatz nicht mehr. Wärme, Nässe, Sonneneinstrahlung, Steine und Bordsteinbeulen greifen die Schutzhülle an. Denken Sie aber beim Kauf eines neuen Reifensatzes unbedingt auch an ein neues Reserverad. Reifendichtmittel darf in keinem Auto fehlen, in dem das Reserverad beispielsweise einem Autogastank weichen musste. Auch der Ölstand sollte regelmäßig kontrolliert werden und an der Tankstelle Routine sein. Damit sich das Öl in der Wanne sammeln kann, muss der Wagen aber einige Minuten stehen. Das Öl sollte zwischen der Minimum- und Maximummarkierung haften. Die Differenz zwischen beiden Punkten beträgt etwa einen Liter. Ist der Ölstand niedrig, sollten Sie gut dosiert höchstens 0,5 Liter zugeben. Wenn nämlich nicht ausreichend Schmierstoff vorhanden ist, kann es zum Motorschaden kommen.

Gleiches gilt für ein Zuviel an Öl: Dann kommt es zu Schaumbildung, hohen Reibungsverlusten und erhöhtem Spritverbrauch. In jedem Fall sollten Sie nur das Öl verwenden, das vom Hersteller empfohlen wird und stets eine Reserveflasche im Auto mitführen. Einen kompletten Ölwechsel lassen Sie besser in der Werkstatt durchführen. Dort werden auch die Bremsen und Stoßdämpfer auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft.

In Italien, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Russland und allen skandinavischen Ländern gilt tagsüber Lichtpflicht. Bußgelder zwischen 15 Euro (Österreich) bis 200 Euro in Russland werden bei Missachtung dieser Vorschrift fällig. Deshalb sollte die Lichtanlage einwandfrei funktionieren und Wechselglühlampen sowie Sicherungen und Zündkerzen im Auto vorhanden sein. Durch feuchten Staub verschmutzte Scheinwerfer reduzieren die Lichtleistung schon um 60 Prozent. Die Scheinwerfer und Rücklichter des Wagens sind daher regelmässig zu reinigen.

Zudem sollten Sie vor der Abreise die Scheibenwischerblätter überprüfen und im Motorraum eine Sichtkontrolle auf Undichtigkeiten vornehmen sowie die Festigkeit der Anschlüsse testen.

Lichtpflicht am Tag
Die Lichtpflicht am Tag gilt schon seit längerem in folgenden Ländern: Dänemark (Bußgeld 70 Euro bei Verstoß), Estland (190 Euro), Finnland (50 Euro), Island (60 Euro), Italien (ab 35 Euro), Kroatien 40 Euro), Lettland (15 Euro), Norwegen (190 Euro), Russland (bis 200 Euro), Schweden (55 Euro), Slowenien (40 Euro), Tschechien (50Euro) und Ungarn auf Außerortsstraßen (40 Euro). In der Schweiz und in Frankreich setzt man bislang auf Freiwilligkeit, Verstöße gegen die Empfehlung werden daher auch nicht geahndet.

 

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