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Urlaubs-Tipps - Teil2

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Alles rund um Reifen.

Machen Sie Ihr Auto urlaubsreif!
Warnweste und Vignette nicht vergessen
Wer in die Ferien fährt, muss an viele wichtige Dinge denken – Nicht vergessen: auch den Verbandskasten überprüfen

Es heißt „Urlaub ist die Fortsetzung des Familienlebens unter erschwerten Bedingungen”. Der Verfasser dieses Sinnspruchs wird wohl für immer unbekannt bleiben, aber Unrecht hatte er mit diesem Satz nicht. Von wetterfester Kleidung über den Elektrogeräteadapter bis hin zum Lieblingskuscheltier – wenn im Urlaub etwas fehlt, fließen nicht nur Tränen, sondern dann kann es mitunter auch richtig teuer werden.

Beispiel Warnweste: Sie gehört griffbereit am besten unter den Beifahrersitz. Fast in allen Ländern ist sie mittlerweile Pflicht. Falsch hingegen ist das Gerücht, dass mancherorts für alle Fahrzeuginsassen eine Warnweste mitgeführt werden muss. Spanien forderte lange Zeit die Mitführung zweier Warnwesten aufgrund des genauen Wortlautes im Gesetz. Europaweit gilt aber nun die Mitführung einer roten, gelben oder orangefarbenen Warnweste mit dem Kontrollzeichen EN 471. Das Nichtmitführen einer Weste führt in den meisten Fällen nur zur Verwarnung ohne Geldstrafe. Sobald aber ein Unfall oder eine Panne passiert müssen Sie die Warnweste anlegen, das Warndreieck aufstellen und sich mit der Familie hinter die Leitplanke stellen. Wer dies ohne Warnweste am Körper macht, zahlt saftige Geldbußen (90 Euro in Spanien) und verliert obendrein seinen Versicherungsanspruch, wenn dabei was passiert.

Ebenfalls griffbereit sollte auch der Verbandskasten sein. Vor allem wenig benutzte Sanikästen sollten immer wieder auf das Verfallsdatum hin überprüft werden. In dem Zusammenhang sollten Sie sich die Frage stellen, wie lange Ihr Erste-Hilfe-Kurs zurückliegt. Vielleicht wäre eine Auffrischung bei Gelegenheit sinnvoll. Was gehört noch ins Reisegepäck? Natürlich alle gültigen Dokumente, von denen Sie sich besser Kopien anfertigen. Ein Fotoapparat, Filme, ein Atlas und möglicherweise ein Sprachführer für das Ausland. Apropos: Auf Europas Straßen werden immer häufiger Mautgebühren erhoben, in London und Oslo gibt es sogar eine Citymaut. Während Österreich, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien und die Slowakei Tages-, Monats- und Jahresvignetten vergeben, gibt es in der Schweiz nur letztere. Sie können aber die Vignetten im Vorfeld online beim ADAC bestellen. Auch bei Fahrten ins nahe Ausland gilt es, die dort geltenden Bestimmungen zu kennen und zu berücksichtigen. Achtung: Ein Warndreieck sowie eine Warnweste gehören immer an Bord.

Koffer, Taschen und Fahrräder sicher verstauen
Ideal ist ein Familienvan

dachgepaecktraeger Koffer, Taschen, Fahrräder und andere sperrige Transportgüter müssen gut verstaut werden. Das gestaltet sich oft kniffliger als ein Puzzle. Glücklich kann sich schätzen, der mit einem geräumigen Familienvan in die Ferien fährt. Vans verfügen über einen üppigen Kofferraum, der im Bedarfsfall durch Umklappen und Verschieben der Rücksitzbank oder vollständige Entfernung einzelner Sitze erweitert werden kann. Wer häufig mit dem Auto und der Familie in den Urlaub fährt, sollte also schon beim Fahrzeugkauf an genügend Variabilität denken.

Beim Beladen selbst sind nur wenige Hinweise zu beachten, die zur Sicherheit der Fahrzeuginsassen und der anderen Verkehrsteilnehmer beitragen. Die Unfallforschung kommt nämlich zu dem Schluss, dass ungesicherte Gepäckstücke im Fall eines Unfalls die Personen im Auto gefährden – sie aber gleichzeitig auch Ursache eines Unfalls sein können, wenn sich zum Beispiel ein schlecht befestigtes Fahrrad vom Dachgepäckträger löst. In beiden Fällen gefährden solche „Wurfgeschosse” die Sicherheit.

fahrradtraeger Im Auto schützen sowohl Gepäckraumabdeckung und Trennnetz die Insassen vor herumfliegenden Gegenständen. Besser packen Sie alle kleinteiligen Sachen in eine Tasche. Dann müssen die Tasche und alle anderen Gepäckstücke vor der Beladung zum Wiegen auf eine Personenwaage, denn die maximale Zuladungskapazität darf nicht überschritten werden. Der angegebene Herstellerwert gilt dabei übrigens für das Gepäck zusammen mit den Personen. Beladen Sie den Kofferraum dann so dicht, dass nichts hin- und herrutscht. Sollte das kaum möglich und tatsächlich noch ein wenig „Luft” sein, dann muss die Ladung mit Spanngurten festgezurrt werden.

Auch für Dachtransporte gilt der Wert der maximal zulässigen Dachlast. Bedenken Sie auch hierbei, dass der Dachgepäckträger schon einiges wiegt. Wichtig bei Dach- sowie Fahrradträgern ist in jedem Fall, dass sie fachmännisch montiert sind. Jetzt müssen Sie nur noch den Reifendruck der Ladung anpassen und sich vor Abfahrt vor allem mit den veränderten Fahreigenschaften des Autos vertraut machen. Der Bremsweg eines beladenen Autos verlängert sich deutlich und Seitenwinde haben dann häufig einen veränderten Einfluss.

Kindersitz, Reiseapotheke und Staumeldungen
Unmittelbar vor der Reise gibt es noch ein paar Handgriffe zu tun – Auch jetzt heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren

kindersitz-montage Kinder, Kinder – viele Eltern chauffieren ihren Nachwuchs ohne an die Sicherheit zu denken. Dabei ist seit Anfang 2007 vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dass Kinder bis zu zwölf Jahren in speziellen Kindersitzen mit ECE-Typzeichen E44/03 befördert werden müssen. Die Kleinen sollten zudem der Körpergröße und dem Gewicht nach korrekt angeschnallt sein. Andernfalls rutschen sie bei einem Unfall unter dem Gurt durch und verletzen sich. Die erhöhte Sitzposition ermöglicht es den Kindern zudem, während der Fahrt aus dem Fenster zu sehen. Der Kindersitz lässt sich meist durch eine einfache Vorrichtung problemlos befestigen. Die Babyschale gehört grundsätzlich entgegen der Fahrtrichtung montiert.

Läuft nebenbei das Radio, ist man bereits vor Reiseantritt über Stau und zähfliessenden Verkehr informiert. Ab einer Länge von fünf Kilometern Stau empfehlen Experten eine Umfahrung. Um der großen Reisewelle – die immer wieder in der Ferienzeit durch das Land schwappt – zu entkommen, fahren Sie am besten nach dem Wochenende los, zumindest aber in der Nacht. Das hat einen weiteren Vorteil, denn dann leidet niemand unter der Hitze des Tages, die spätestens ab der Mittagszeit alle zu einer längeren Erholungspause zwingt.

Pünktlich zu Ferienbeginn steigen laut ADAC auch die Preise an den Tankstellen. Besser Sie tanken schon ein paar Tage vorher. Einen Preisvergleich verschiedener Tankstellen finden Sie im Internet unter: www.clevertanken.de.

Wer schon einmal an der Tankstelle ist, kann flink noch nass über die Scheiben wischen. Spätestens jetzt sollten Sie gedanklich Ihre Checkliste abhaken, ob Sie an alles gedacht haben, um in den Urlaub zu starten. Wichtig ist vor allem die Reiseapotheke, in der auch alle Medikamente verstaut sein müssen, die regelmäßig einzunehmen sind. Leidet ein Fahrgast unter der Bewegungskrankheit „Kinetose“, sollten Sie ihm den Beifahrersitz reservieren, da das der Platz mit der geringsten Bewegung ist. Hier kann sich der „Patient“ ähnlich wie der Fahrer einen Fixpunkt in der Ferne suchen. Dann wird ihm nicht mehr schlecht.

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