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Alles rund um Reifen.

Machen Sie Ihr Auto winterfit!
Gute Reifen sind lebenswichtig
Bei schlechten Reifen sind auch ABS und ESP machtlos – Winterreifen brauchen mindestens vier Millimeter Profil.

Ein Autoreifen hat auf der Straße eine Kontaktfläche, die maximal einer Postkarte entspricht. Gute Reifen sind also (lebens-)wichtig: Sie sind die einzige Verbindung zum Asphalt. Ist dieser Kontakt nicht optimal, gibt’s Probleme – beim Bremsen, Beschleunigen und Kurven fahren. Auch Schutzengel- Systeme wie ABS oder ESP können dann nicht optimal arbeiten.

Überraschend: „Viele Autofahrer vergessen, dass die Reifen die einzige Verbindung zwischen Fahrbahn und Fahrzeug sind“, sagt Professor Manfred Bandmann, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats. Wegen mangelhafter Bereifung ereigneten sich 1233 Unfälle mit Personenschäden, berichtet das Statistische Bundesamt für das Jahr 2005. Erschreckend auch die Pannenstatistik der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.: Von 731 646 untersuchten Pkw hatten 110 762 Mängel behaftete Reifen. Deshalb empfiehlt Continental, beim Tankstopp möglichst regelmäßig die Reifen zu prüfen: Gibt es Beschädigungen? Ist der Luftdruck o.k.? Hat der Reifen genug Profil (im Winter mindestens vier Millimeter)?

„Der Reifen ist eine Hauptkomponente des Autos – und das am meisten unterschätzte Hightech-Produkt“, so Peter Hülzer, Geschäftsführender Vorsitzender Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur- Handwerk. Beim Automobilzulieferer Continental, dem führenden deutschen Reifenhersteller, entstehen solche Hightech-Produkte. Diese Reifen werden ständig verbessert und für zahlreiche Anforderungen optimiert. Ein moderner Pkw- Reifen besteht heute aus 25 Aufbauteilen und bis zu zwölf verschiedenen Kautschuk- Mischungen.

In einem Pkw-Reifen von Continental der Größe 195/ 65 R 15 stecken neben Gewebeeinlagen aus Metall und Textilien, Chemikalien, Ölen und Silica auch rund 3,3 Kilo Kautschuk. Für die weltweite Herstellung von 107 Millionen Pkw-Reifen hat Continental 2006 rund 353 000 Tonnen Kautschuk verarbeitet. Diese Menge entspricht dem Gewicht von 35 Eiffeltürmen!

Sicherheit geht vor
Der Gesetzgeber fordert, dass Kinder bis zu einer Körpergröße von 150 Zentimeter mit geeigneten Kindersitzen (für größere Kinder in der Regel Sitzerhöhung) gesichert werden müssen. Grund: Damit auch bei größeren Kindern der Dreipunkt- Sicherheitsgurt am Körper des Kindes so verläuft, wie bei einem Erwachsenen (sonst kann ein hochrutschender Beckengurt schwere Bauchverletzungen verursachen).

„Wird ein Kind bei einem Unfall verletzt oder getötet, weil es nicht ordnungsgemäß gesichert war, so kann der Fahrzeugführer – unabhängig von der Unfallverursachung – strafrechtlich wegen fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung belangt werden. Ein Verstoß gegen die Sicherungspflicht führt im Schadensfall zu erheblichen finanziellen Nachteilen bei der Geltendmachung des Personenschadens.“ (Quelle ADAC)
Winterreifen bereits bei Plusgraden überlegen
Gute Haftung auch auf trockener und nasser Fahrbahn – Faustregel: Winterreifen von (O)ktober bis (O)stern

Nicht erst wenn die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen, ist Winter. Autofahrer sollten besser schon im Oktober die Reifen wechseln. Den Grund kann man nicht sehen, doch er ist nicht zu leugnen: Die besondere Gummimischung der Winterpneus sichert die gute Haftung bereits bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt.

Deshalb sind gute Winterprofis den Sommerreifen nicht nur auf Schnee und Eis haushoch überlegen. Sie punkten nämlich in den kühlen Monaten auch auf trockener und nasser Fahrbahn: Auch wenn das Thermometer noch einige Plusgrade anzeigt, verhärten Sommerreifen und verlieren dadurch an Griffigkeit.

Im Unterschied dazu sorgt die Laufflächenmischung der Winterreifen dafür, dass der Gummi auch noch bei Minustemperaturen elastisch bleibt.

Lernen Sie Ihren Reifen kennen!
Jeder Reifen ist eindeutig gekennzeichnet – ab 2000 neues Ziffernsystem



Auf einem Reifen stehen jede Menge Zahlen und Buchstaben. Nicht alle sind für den Autofahrer von großer Bedeutung. Bei anderen lohnt es sich zu wissen, was dahinter steckt: Zu den wichtigen Ziffernkombinationen gehört die DOT (Department of Transport). Sie gibt das Produktionsdatum des Reifens an.

Bis zum Herstellungsjahr 1999 ist die Nummer dreistellig: Die ersten beiden Ziffern geben die Produktionswoche, die letzte das Produktionsjahr an. Da das Produktionsjahr bis 1999 nur mit einer Ziffer indiziert wurde, haben sich zahlreiche Reifenhersteller freiwillig dazu entschieden die 90er Reifen (als Abgrenzung zu den 80ern) mit einem Dreieck zu versehen. In außereuropäischen Ländern wurde diese Regel nicht grundsätzliche befolgt. Im Zweifelsfall sollte man sich immer an den Reifenhersteller wenden, um das Alter des Reifens sicher zu ermitteln.

Alle DOTs nach dem 1. Januar 2000 sind vierstellig: Die erste beiden Ziffern geben die Produktionswoche, die letzten beiden das Produktionsjahr an. Der wichtigste Buchstabe auf dem Reifen ist das Geschwindigkeitssymbol: T bedeutet eine Höchstgeschwindigkeit von 190km/h, S bedeutet eine Höchstgeschwindigkeit von 180km/h, Q-Reifen dürfen höchstens 160 km/h gefahren werden.

Sollte die Laufleistung des Autos höher sein als die Höchstgeschwindigkeit des Reifens, muss im Sichtfeld des Fahrers eine Plakette mit der Reifenhöchstgeschwindigkeit angebracht werden. Diese Höchstgeschwindigkeit darf in keinem Fall überschritten werden.

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