Hier finden Sie grundsätzliche
Informationen zum Thema Autogas.
Was ist Autogas?
Welche Vorteile bieten Autogasfahrzeuge?
Gibt es Nachteile bei der Umrüstung?
Wie vergleicht man Autogas mit einem Liter Benzin?
Wie verbreitet sind Autogasfahrzeuge?
Verliert ein Autogas-Fahrzeug an Kofferraumvolumen?
Kann das Fahrzeug nach dem Umbau noch mit Benzin
betrieben werden?
Kann ich mit einem Autogas-Auto weiterhin Vollgas fahren?
Reduziert sich durch den Autogas-Umbau die Reichweite?
Wo ist der Autogastank im Fahrzeug untergebracht?
Können alle Benzinmotoren umgerüstet werden?
Können auch Fahrzeuge mit Benzindirekteinspritzung
nachgerüstet werden?
Ist der Umbau auch bei Turbo- und Kompressormotoren
möglich?
Wie hoch ist das Mehrgewicht eines Fahrzeugs mit
Autogas-Ausrüstung?
Was ist der Unterschied zwischen Erdgas und Autogas?
Ist Autogas giftig?
Was ist Autogas?
Als Autogas oder auch Flüssiggas werden spezielle Mischungen aus
den beiden Gasen Propan und Butan bezeichnet. Diese für
Automobil-Motoren abgestimmte Mischung wird auch als LPG abgekürzt,
was für „Liquified Petroleum Gas“ steht.
Welche
Vorteile bieten Autogasfahrzeuge?
- Schadstoffreduzierung von bis zu 80% (gegenüber Benzin-
und Dieselfahrzeugen)
- der Wiederverkaufswert eines umgerüsteten Fahrzeugs
erhöht sich um ca. 1.000 € (im Gegensatz zum Benzinfahrzeug
ohne Autogas)
- die Gesamtreichweite des PKW wird deutlich verlängert
- nahezu unbegrenzte Umrüstmöglichkeiten - auch Ihr
Traumauto kann durch die Umrüstung diese umweltschonende und
preisgünstiger Kraftstofftechnologie nutzen
Gibt
es Nachteile bei der Umrüstung?
Grundsätzlich nein. Für diejenigen, die ihr Reserverad
behalten wollen, stellt der Wegfall des Reserverads bei Installation
eines Reserveradmuldentanks einen Nachteil dar. Durch ein Pannenspray
ist man im Bedarfsfall gewappnet. Übrigens, das Mitführen
eines Reserverades ist in Deutschland nicht Pflicht.
Wie
vergleicht man Autogas mit einem Liter Benzin?
Grundsätzlich kann man von einem Mehrverbrauch von 10-15% ggü.
dem Einsatz von Benzin ausgehen. Dank des niedrigen Autogaspreises ist
man so dennoch wirtschaftlicher unterwegs.
Wie
verbreitet sind Autogasfahrzeuge?
In Deutschland fahren ca. 285.000 Autogasfahrzeuge, Tendenz stark
steigend. In Italien, dem europäischen „Mutterland“ der
Autogastechnik, sind bereits mehr als 1,3 Millionen Autogasfahrzeuge auf
den Straßen unterwegs. Aber auch im Ausland gibt es genügend
Autogas-Tankstellen, z. B. Polen 1.400.000, Niederlande 300.000,
Frankreich 210.000, Ungarn 100.000, Russland 500.000, Türkei
975.000, Tschechien 150.000
Verliert
ein Autogas-Fahrzeug an Kofferraumvolumen?
In der Regel nicht! Bei etwa 90% der durch uns umgebauten Fahrzeuge
konnten wir einen Einbau des Tanks in der Reserveradmulde der Fahrzeuge
realisieren. Eine weitere Alternative ist der Verwendung von
Unterflurtanks. Auch dabei gibt es keine Einschränkungen für
ihr Kofferraumvolumen. Nur bei einem Einbau von Zylindertanks kann es zu
Einschränkungen kommen. Die Mitarbeiter Ihrer A.T.U-Filiale beraten
sie gerne zu den Einbaumöglichkeiten für Ihr
Fahrzeug.
Kann
das Fahrzeug nach einem Umbau noch mit Benzin betrieben werden?
Ja, definitiv. Das Fahrzeug kann weiterhin auch mit Benzin betrieben
werden und ein Umschalten zwischen beiden Kraftstoffarten ist auch
während der Fahrt möglich. Autogas ist allerdings preiswerter
und damit wirtschaftlicher.
Kann
ich mit einem Autogas-Auto weiterhin Vollgas fahren?
Die Umrüstung eines Fahrzeuges auf Autogas dient primär der
Kostenersparnis. Bei langen Vollgasfahrten sind Einsparungen jedoch sehr
begrenzt oder gar nicht möglich. Zudem besteht eine geringe Gefahr,
dass die Motoren zu heiß werden. Deshalb sollte eine Anlage auf
Ihre individuelle Fahrweise abgestimmt und eingestellt werden. Sind Sie
beispielsweise sehr oft und sehr schnell unterwegs ist zu prüfen ob
ab einer bestimmten Drehzahl automatisch in den Benzinbetrieb gewechselt
oder der Verbrennung Benzin zugegeben werden sollte. Ihre A.T.U Umbau
Filiale beträt Sie gern.
Reduziert
sich durch den Autogas-Umbau die Fahrzeugreichweite?
Nein, im Gegenteil! Bei einem Umbau wird zusätzlich zum Benzintank
ein Autogastank im Fahrzeug integriert. Das Tankvolumen des Benzintanks
bleibt unverändert. Somit erhöht sich die Reichweite Ihres
Fahrzeugs um die Reichweite des Autogastanks (siehe auch Kapitel
„3. Tanken & Sicherheit“).
Wo
ist der Autogastank im Fahrzeug untergebracht?
Bei den meisten Autogasfahrzeugen ist der Tank in der Reserveradmulde
untergebracht. Es gibt aber auch so genannte Zylindertanks, die im
Kofferraum eingebaut werden. Die dritte Variante sind Unterflurtanks,
die unten am Fahrzeugboden montiert werden.
Können
alle Benzinmotoren umgerüstet werden?
Ja. Grundsätzlich ist eine Umrüstung für fast alle
Fahrzeuge mit Ottomotor (Benzinmotor) möglich. Natürlich gibt
es aber auch Ausnahmen. Unser Mitarbeiter informieren Sie gerne
über Möglichkeiten für Ihr Fahrzeug.
Können
auch Fahrzeuge mit Benzindirekteinspritzung nachgerüstet werden?
Bei den Motoren mit Benzindirekteinspritzung (TSI, FSI, TFSI)
können momentan nur wenige Motoren umgerüstet werden. Für
einzelne Direkteinspritzer-Motoren mit und ohne Turbolader von Audi, VW
und Opel ist dies bereits möglich. An einer Umrüstlösung
für weitere Motoren wird derzeit gearbeitet. Unsere
Filialmitarbeiter informieren Sie gerne über die Möglichkeiten
für Ihr Fahrzeug.
Ist
der Umbau auch bei Turbo- und Kompressormotoren möglich?
Grundsätzlich ja! Auch mittels Turbolader oder Kompressor
aufgeladene Fahrzeuge hat A.T.U bereits erfolgreich umgerüstet und
dabei durchwegs positive Erfahrungen gesammelt. Lediglich bei den TFSI
Motoren können nach derzeitigem Entwicklungsstand nur wenige
Motoren umgerüstet werden. Aber auch daran arbeiten wir. Unsere
Filialmitarbeiter informieren Sie gerne über die Möglichkeiten
für Ihr Fahrzeug.
Wie
hoch ist das Mehrgewicht eines Fahrzeugs mit Autogas-Ausrüstung?
Bei einer montierten Autogasanlage erhöht sich das Fahrzeuggewicht
um durchschnittlich 40 kg gegenüber dem serienmäßigen
Fahrzeuggewicht.
Was
ist der Unterschied zwischen Erdgas und Autogas?
Im Unterschied zu Erdgas, dessen Betankung bei 200 bar erfolgt, wird
Autogas bei einem Druck von 10 bar getankt. Eine zufällige
Verwechselung ist durch völlig andere Anschlüsse
ausgeschlossen. Aufgrund des hohen Betriebsdrucks sind Erdgasflaschen
sehr schwer (ca.60 kg). Ein Autogastank mit derselben Reichweite wiegt
kaum 8 Kilogramm. Um die gleiche Reichweite wie mit Autogas zu
erreichen, benötigt das Erdgasfahrzeug 3,4-mal soviel Tankvolumen,
in der Regel 4 Flaschen. Dadurch reduziert sich das Ladevolumen und
-gewicht bei einem Erdgasfahrzeug erheblich. Weiterhin hat ein
Erdgasfahrzeug einen Leistungsverlust von 10% gegenüber dem
Benzinmodell, bei Autogas ist die Leistungsabgabe in etwa gleich.
Erdgastanks müssen alle 5 Jahre geprüft werden, Autogastanks
alle 10. In Europa gibt es ca. 15.000 Autogastankstellen und 700
Erdgastankstellen. Es fahren 3 Millionen Autogasfahrzeuge und 300.000
Erdgasfahrzeuge
Ist
Autogas giftig?
Nein, Autogas ist nicht giftig. In seiner Handhabung ist es wesentlich
gefahrloser als Benzin und die Schadstoffausstoße sind deutlich
niedriger. So dürfen beispielsweise Gabelstapler mit Gasantrieb
oder auch Karts mit Gasantrieb sogar in geschlossenen Räumen
betrieben werden.
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höhere Wirtschaftlichkeit durch ca. 50 % niedrigere
Kraftstoffkosten (im Vergleich zum Benzinfahrzeug)