02.04.2019 | Weiden
Ratgeber

Jetzt wird es Zeit für Sommerreifen

5 Tipps von A.T.U zum anstehenden Reifenwechsel

Weiden in der Oberpfalz, 02. April 2019. Kaum zeigt sich die Frühlingssonne öfter, steigen auch die Temperaturen. Die Menschen verstauen Schal und Mütze bis zum nächsten Winter und tauschen den schweren Mantel gegen eine leichte Sommerjacke. So leicht ist der Wechsel beim eigenen Auto von Winter- auf Sommerreifen nicht. A.T.U-Reifenexperte Sebastian Scharnagl erklärt, was es dabei zu beachten gilt.

 

1.   Wann ist der richtige Zeitpunkt für Sommerreifen gekommen?  

Von Oktober bis Ostern mit Winterreifen, und ab Ostern mit Sommerreifen. So lautet die altbekannte Faustregel. Sie ist aber nur ein grober Anhaltspunkt. Vielmehr ist der Zeitpunkt des Reifenwechsels abhängig vom Wetter und vor allem von der Temperatur. „Dieses Jahr liegt Ostern sehr spät, weshalb ein Wechsel auf Sommerreifen jetzt schon denkbar ist. Zudem kann der Kunde aktuell noch von kürzeren Wartezeiten in den Werkstätten profitieren", so Scharnagl von A.T.U. Laut Gesetzgeber ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern erforderlich. Bekannte Automobilclubs empfehlen aber mindestens 3 Millimeter, da ansonsten die Gefahr von Aquaplaning steigt.

 

2.   Was unterscheidet Sommer- von Winterreifen? 

Sommerreifen haben bei steigenden Temperaturen entscheidende Vorteile gegenüber Winterreifen. „Die Lauffläche, das Profil und die Gummimischung von Sommerreifen sind an die Anforderungen der wärmeren Saison angepasst. Sommerreifen bieten ein exakteres Lenkverhalten und noch viel wichtiger: der Bremsweg ist wesentlich kürzer als bei Winterreifen", sagt Scharnagl. Ein Vorteil, der im Ernstfall entscheidend sein kann.

Und wer sich das Schleppen der Reifen sparen möchte und wenig Platz zuhause hat, kann die Winterreifen zudem für wenig Geld fachgerecht in der Werkstatt einlagern lassen.

 

3.   Sind Ganzjahresreifen eine Option?

Eine Alternative, die Autofahrer gerne nutzen, um einen regelmäßigen Reifenwechsel zu umgehen, sind sogenannte Ganzjahresreifen. Vor allem in Regionen mit gemäßigtem Klima sind sie durchaus eine Option. Allerdings stellen diese Allwetterreifen einen Kompromiss dar und sind keine perfekte Lösung. „Je nach Temperatur und Wetterverhältnissen wirken andere Einflüsse auf den Reifen. Vor allem beim Bremsen oder in Kurven ist die Belastung besonders groß. Und es gibt keinen Reifen, der bei jedem Wetter perfekte Eigenschaften mit sich bringt", erläutert Sebastian Scharnagl. Ein und derselbe Reifen kann schon physikalisch die unterschiedlichen Anforderungen bei Hitze und Kälte oder Eis und Schnee nicht in gleichem Maße meistern.

 

4.   Sollte ich mit Winterreifen im Sommer fahren?

Wer im Sommer mit Winterreifen fährt, um Geld zu sparen, spart an der falschen Stelle. Bei sommerlichen Temperaturen verschleißen Winterreifen viel schneller, da die Gummimischung nicht für diese Jahreszeit geeignet ist. Der Anteil an Naturkautschuk ist in Sommerreifen deutlich geringer, wodurch diese weniger Abrieb und einen geringeren Rollwiderstand haben. „Fährt man im Sommer mit Sommerreifen, spart man Sprit. Damit schont man nicht nur seinen Geldbeutel, man tut auch etwas Gutes für die Umwelt", sagt Reifenexperte Scharnagl.

 

5.   Werkstatt oder Do-it-yourself?

Aus Sicherheitsgründen ist es empfehlenswert, den Reifenwechsel in einer Werkstatt durchführen zu lassen. Zum einen verfügen Fahrzeugmodelle ab November 2014 serienmäßig über ein elektronisches Reifendruckkontrollsystem (RDKS), das beim Wechsel der Reifen oftmals neu eingestellt werden muss. Zum ordnungsgemäßen Reifenwechsel gehört zum anderen aber auch das korrekte Auswuchten der Räder. Ein Reifen mit Unwucht kann Stoßdämpfer und Radlager schädigen und sich negativ auf Fahrwerk und Lenkung auswirken. Die Folgen sind ein flatterndes Lenkrad und ein vibrierendes Fahrzeug – bei hoher Geschwindigkeit wird solch ein Auto schnell zur Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer.

Ansprechpartner

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