13.01.2020 | Weiden
Ratgeber

Mit dem Auto komfortabel durch den Winter

A.T.U gibt Tipps für das richtige Heizen und Enteisen des Autos

Weiden in der Oberpfalz, 13.01.2020. Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist nicht nur die glatte Fahrbahn eine Gefahr, auch beschlagene und vereiste Scheiben können für Autofahrer zu brenzligen Situationen führen. A.T.U-Experte Tobias Hillwig gibt Tipps für eine freie Sicht und eine komfortable Wärme im Fahrzeug – und erklärt, weshalb man das Warmlaufen des Motors vermeiden sollte.

 

Die richtige Verwendung von Klimaanlage und Lüftung

„Die Fenster des Autos sollten komplett von Schnee und Eis befreit werden, bevor man losfährt und vor allem, bevor man den Motor startet“, rät A.T.U-Experte Hillwig. Um ein Beschlagen der Scheiben bei der Fahrt zu verhindern, ist es empfehlenswert, die Temperatur des Gebläses auf das Maximum zu stellen, die „Defrosterfunktion“ zu aktivieren und den Luftstrom auf die Windschutzscheibe zu richten. Verfügt das Auto über eine Klimaanlage, sollte man diese einschalten, denn sie entzieht der Luft die Feuchtigkeit und verringert die Gefahr beschlagener Scheiben. „Hier macht sich eine gut gewartete Klimaanlage auch im Winter bezahlt“, so Tobias Hillwig.

 

Frischluft als Abhilfe

Ist die Feuchtigkeit im Wageninneren hoch, trägt Frischluft dazu bei, diese zu reduzieren. „Sind die Fenster im Auto beschlagen, kann frische Luft helfen, die Scheiben frei zu machen. Allerdings sollte man – unabhängig von den Fenstern – auf keinen Fall den Umluftbetrieb aktivieren, da die feuchte Luft sonst im Wagen zirkuliert und nicht nach außen geleitet wird“, warnt A.T.U-Experte Hillwig. Nasse Schuhe und Kleidung sowie Schnee sollten ebenfalls nicht im Innenraum des Autos lagern, da so die Luftfeuchtigkeit im Wagen erhöht wird und die Scheiben schneller beschlagen. 

 

Den Motor nicht im Stand warmlaufen lassen

Viele Autofahrer lassen den Motor im Stand warmlaufen, um die Scheiben schneller abzutauen und das Wageninnere vorzuwärmen. „Den Motor im Leerlauf warmlaufen zu lassen ist nicht nur schlecht für die Umwelt, es ist auch schädlich für den Motor. Das Öl im Motor benötigt deutlich mehr Zeit, um Betriebstemperatur zu erreichen. Dies führt zu einer erhöhten Reibung innerhalb des Motors und damit zu einem schnelleren Verschleiß. Langfristig schadet das vor allem den Zylindern und Kolben“, warnt Hillwig. Laut Straßenverkehrsordnung ist das Warmlaufenlassen des Motors außerdem verboten – wer es dennoch macht, riskiert ein Bußgeld.

 

Standheizung als Alternative

Legt man Wert darauf, dass im Wageninneren bereits vor dem Start eine angenehme Temperatur herrscht und die Scheiben von Eis befreit sind, empfiehlt sich eine Standheizung. Diese lässt sich bequem über eine Zeitschaltuhr oder per Fernbedienung aktivieren. Eine günstigere Alternative aus dem Fachhandel sind sogenannte Frostschutzfolien. Diese werden auf die Frontscheibe geklemmt, so dass die Bildung von Eis verhindert wird. Seiten- und Heckfenster müssen vor dem Start dennoch von Schnee und Eis befreit werden.

Ansprechpartner

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